DIY-Projekte für Vintage-Hochzeit

März 15, 2018

In diesem Blogbeitrag möchte ich euch von den DIY-Projekten unserer Vintage-Sommerhochzeit berichten. Die ein oder andere Bastelanleitung werdet ihr in diesem Beitrag ebenfalls finden.

Seit dem Heiratsantrag habe ich mich bereits wahnsinnig auf die Hochzeitsplanung gefreut und von Anfang an war klar, dass es viele Do-it-yourself-Projekte geben wird. Ich bin eben eine waschechte DIY-Braut und Bastel-Queen. Ich liebe es einfach, schöne Dinge aus eigener Kraft und nach meinen eigenen Vorstellungen zu kreieren und besonders mag ich es, wenn man voller Stolz das Endergebnis betrachten darf.

Papierkegel für Blütenblätter
Nachdem es in unserer Kirche nicht gestattet war, beim Auszug des Brautpaares Reis zu werfen, mussten wir uns kurzerhand eine Alternative überlegen. So traurig war ich allerdings auch nicht, da ich die Alternativen, die ich dann bei meiner Recherche gefunden habe, fast noch schöner fand. Neben Konfetti und Seifenblasen gab es viele Inspirationen. Unsere Wahl fiel letzten Endes auf echte Blütenblätter, die nach der Trauung vor der Kirche an unsere Hochzeitsgäste verteilt werden sollten. Die Blütenblätter haben wir bei unserer Floristin bestellt, die uns mitteilte, dass die Blumen-Großhändler häufig eimerweise Blüttenblätter anbieten, die von Blumen stammen, die als B-Ware gelten. Die passenden Papierkegel habe ich dann aus etwas kräftigerem DIN A4-Papier gebastelt. Hier habe ich mich neben Kraftpapier für hellblaues Papier mit Aquarell-Muster entschieden. Dieses hat wunderbar zu unserem Farbkonzept gepasst. Das Blatt Papier lässt sich ganz einfach so einrollen, dass eine Spitze entsteht, die möglichst keine Öffnung mehr hat, aus der die Blütenblätter herausfallen können. Das Ganze habe ich dann mit Washi-Tape und herzförmigen Aufklebern fixiert. Zum Schluss habe ich im Inneren des Papierkegels ganz vorsichtig unseren Hochzeitsstempel platziert. Besonders hübsch machen sich die gefüllten Papierkegel in der Vintage-Weinkiste, die ich mit Spitzenstoff (eine alte Gardine meiner Oma) ausgekleidet habe. Der Effekt beim Auszug war unvergesslich!


Dekoration in der Kirche
Den Gang zum Altar habe ich mir immer als einen ganz besonderen Moment vorgestellt. Und genau so war es auch! Mit meinem Papa an meiner Seite und dem Blick in die freudigen Gesichter unserer Familie und unserer Freunde - und vor allem zu meinem künftigen Ehemann - stieg die Aufregung mit jedem Schritt. Und ich erinnere mich noch ganz genau: ein kurzer Blick fiel auch auf die Dekoration zur linken und zur rechten Seite des Mittelgangs. Hier habe ich mich bewusst für etwas Schlichtes, etwas Traditionelles entschieden. Und was passt da besser als Schleierkraut? Um das Vintage-Konzept unserer Hochzeit aufzugreifen, habe ich Gurken- und Marmeladengläser gesäubert und mit Klebe-Spitze beklebt. Für die Aufhängung habe ich Jutegarn verwendet, das ganz einfach mehrmals um den Hals des Glases gebunden und dann mit einem festen Knoten befestigt wurde. Auch die zwei langen Enden wurden mit einem festen Knoten und einer Schleife versehen, damit sie (wie hier im Bild zu sehen) ganz schnell und einfach über die Kirchenbänke gehängt werden konnten. Das Schleierkraut haben wir ebenfalls über unsere Floristin bestellt. So schön schlicht und doch so besonders!


Ringkissen / Ringbox
Während der Hochzeitsplanung habe ich vor allem nach Alternativen zum klassischen Ringkissen gesucht. Ich finde Ringkissen wunderschön und mag auch sehr, wenn Brautpaare ihre Ringkissen mit einer persönlichen Stickerei oder Ähnlichem individuell gestalten lassen. Trotzdem habe ich kein Exemplar gefunden, bei dem mein Vintage-Herz höher schlug. Und auch hier wollte ich es gern wieder schlicht, einfach und natürlich haben. Die wunderschöne Ringbox in Gold habe ich im Internet bestellt und mit einem kleinen Stückchen Moos vom Floristen ausgekleidet - fertig! Mittlerweile gibt es auch Online-Shops, die eine persönliche Gravur in kalligrafierter Schrift auf dem Deckel der Ringbox anbieten - traumhaft schön!


Wegweiser
Der Wegweiser war das mit Abstand aufwendigste DIY-Projekt während der Vorbereitungen für unsere Hochzeit. Zunächst habe ich mir überlegt, auf welche schönen Dinge in unserer Hochzeitslocation ich unsere Gäste hinweisen möchte. Zudem musste ich überlegen, wo der Wegweiser platziert werden soll (möglichst im Eingangsbereich der Location) und in welche Richtungen er die Gäste führen soll. Im nächsten Schritt habe ich mir online ein paar unterschiedliche Schriftarten ausgesucht, die mir gefielen. Die Wahl fiel auf eine kalligrafierte Schrift, eine Handschrift und eine Schreibmaschinen-Schrift. Die Vorbereitungen waren somit abgeschlossen. Der erste Gang führte mich dann in den Baumarkt. Dort habe ich mich für einfache Holzbretter und einen passenden Balken entschieden, die ich in der Holzabteilung direkt zuschneiden ließ. Auch die Pfeilspitzen habe ich direkt zuschneiden lassen. Im Garten meiner Schwiegereltern wurden die einzelnen Bretter dann ein wenig abgeschliffen und mit einer dunkleren Holzlasur für den gewünschten Vintage-Look gestrichen. Mit Hilfe von Schablonen und weißer Farbe wurden die einzelnen Bretter beschriftet. Mit goldfarbenen Nägeln aus Messing wurden die Bretter an den Balken angebracht. Damit das Ganze auch zuverlässig stehen bleibt, habe ich im Baumarkt einen Zinkeimer und Steine besorgt (wie auf dem Bild zu sehen). Auf das Ergebnis bin ich heute noch besonders stolz!


Baumscheiben für die Menükarten
Hach, wie sehr ich unsere Papeterie immer noch liebe! Dieses traumhaft schöne Aquarell-Design haben wir sowohl für unsere Einladungen als auch für die gesamte, restliche Papeterie verwendet: Kirchenhefte, Sitzplan, Tischkarten, Gastgeschenk-Aufkleber und natürlich auch die Menükarten erstrahlten in diesem romantischen Vintage-Design. Da die Menükarten von beiden Seiten bedruckt wurden, musste eine passende Lösung her. Passend zu unserem Motto haben wir uns sehr schnell für diese kleinen, süßen Baumscheiben entschieden. Da wir am Niederrhein wohnen, fand sich schnell der nächste Bauernhof, der uns die Scheiben nach unseren Wünschen frisch zurecht geschnitten hat. Mein Mann hat dann mit einer kleinen Säge die Schlitze in der Dicke der Menükärtchen hinzugefügt. Ich finde, Sie reihen sich ganz besonders schön in die Tischdekoration ein!


Einmachgläser als Blumenvasen
Eine sehr günstige und einfache Alternative zu klassischen Blumenvasen sind unsere besprühten Einmachgläser. Monatelang haben Familienmitglieder und Freunde fleißig Einmachgläser für unsere Hochzeit gesammelt. Gemeinsam mit meiner Schwägerin habe ich die Gläser von Kleberesten befreit und mit Sprühfarbe aus dem Baumarkt aufgehübscht. Jeder gut sortierte Baumarkt bietet mittlerweile eine schöne Farbpalette an - von gold über roségold bis kupfer. Im Garten meiner Schwiegereltern haben wir die Gläser dann besprüht und trocknen lassen. Das sauberste Ergebnis erzielt ihr, wenn ihr jedes Glas mit einem Ast aufnehmt und während des Sprühens ständig dreht. Die Äste haben wir dann zum Trocknen in die Erde gesteckt. Atemschutzmasken und Handschuhe sind für diese Arbeit zu empfehlen. Das mit Abstand spaßigste DIY-Projekt!


Photo Booth-Anleitung
Ach, ein Photo Booth macht doch einfach so viel Spaß! Damit unsere Gäste stets beschäftigt bleiben, haben wir uns - neben vielen weiteren Programmpunkten - für eine Fotobox mit Sofort-Ausdruck-Funktion entschieden. Dabei hat die Box jedes Bild direkt doppelt ausgedruckt, damit die Gäste ein Bild als Erinnerung behalten und das zweite Bild in unser Gästebuch einkleben konnten. So können auch wir all die feinen Momente unserer Hochzeit beim Blättern durch unser Gästebuch immer wieder nachempfinden. Um unsere Gäste auf diesen Wunsch aufmerksam zu machen, haben wir eine lustige Photo Booth-Anleitung entworfen. In dem goldenen Vintage-Bilderrahmen macht sich die Anleitung neben den Photo Booth-Props einfach toll, findet ihr nicht?


Noch ein kleiner Tipp:
Einen Großteil unserer DIY-Dekoration findet ihr als Kollektion "mit Liebe kreiert" im wunderschönen Deko-Verleih der lieben Janet von "mehr Konfetti, bitte". Hier findet ihr auch den Photo Booth sowie weitere Deko-Elemente.

Fotografie: Daniela Marquardt Photography

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